Vom Glück zu arbeiten?!
13.11.2009 – Rheumatoide Arthritis und Berufstätigkeit ist für viele Betroffene ein schwieriges Thema: Rund fünf Prozent der RA-Patienten müssen bereits im ersten Jahr der Erkrankung ihren Beruf aufgeben; nach drei Jahren sind es sogar 20 Prozent.
Arbeitslosigkeit verschlechtert dabei nicht nur die wirtschaftliche Situation der Patienten, sondern kann ihr chronisches Leiden noch verstärken. Erwerbstätige haben meist durch den positiven, sozialen Rückhalt eine bessere Chance, ihren Gesundheitszustand wieder zu verbessern.
Schmerzen und Bewegungseinschränkungen lassen vor allem am Morgen manche Verrichtung zur Qual werden. Wer schon nach dem Aufstehen mit steifen Gelenken kämpft, kann einen normalen Arbeitsalltag oft gar nicht erst beginnen. Je nach Beruf können bestimmte Tätigkeiten die Beschwerden der rheumatischen Erkrankung zusätzlich verstärken. Nässe, Kälte, Zugluft, langes Stehen oder schwere Lasten sind erhebliche Belastungen für RA-Patienten; und nicht immer kann eine „rheuma-freundliche“ Tätigkeit im gleichen Betrieb gefunden werden.
Doch mit Flexibilität auf beiden Seiten lässt sich in vielen Fällen erreichen, dass die Arbeitsfähigkeit erhalten bleibt. Ob es um unabhängigere Arbeitszeiten, einen ergonomischen Arbeitsplatz, Hilfsmittel oder eine neue Aufgabe geht: Wichtig ist, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer offen und ehrlich miteinander umgehen.


