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RA hat Folgen - auch für die Familie

Kinder, die ihren Eltern zur Hand gehen, ihnen Frühstück machen oder auf die kleinen Geschwister aufpassen - ein Bild, das in Familien mit chronisch krankem Elternteil zum Alltag gehört. Und eine Tatsache, die in Deutschland bis vor kurzem wenig Beachtung fand. Erst 2007 hat sich die Pflegewissenschaftlerin Sabine Metzing in einer Studie mit den so genannten "Young Carers" auseinander gesetzt. Dabei hat sie herausgefunden, dass beispielsweise Vor- und Grundschulkinder ihre Hilfe zu Hause nicht als Belastung empfinden, sondern stolz darauf sind, dass sie von Mama oder Papa gebraucht werden. Gleichzeitig erlernen sie beim Mithelfen von Klein auf sozial verantwortliches Handeln und Eigenverantwortung. Mit dem Alter wächst allerdings auch die psychische Belastung: Konzentrationsschwäche oder schlechte Schulnoten können folgen. Besonders die starke Einschränkung der gemeinsamen Aktivitäten macht vielen Kindern zu schaffen. Nach Einschätzung Metzing’s muss in Deutschland dieses Thema in Zukunft bewusster wahrgenommen werden. Nur so können entsprechende Projekte zur Unterstützung der Kinder entstehen und gefördert werden. Der Blick nach Großbritannien zeigt, dass dies durchaus möglich ist: Dank über 15 Jahren intensiver Forschung sind mittlerweile sowohl Gesetzesänderungen zur Stärkung der Rechte der Kinder durchgesetzt als auch viele lokale Projekte ins Leben gerufen worden.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch unter www.kinder-kranker-eltern.de

18.09.2009

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