Schlechte Zähne - ein Problem auch für die Gelenke?!
Eine Entzündung von Zahnfleisch und anderen Gebissteilen, in der Fachsprache Paradontitis genannt, scheint die Entstehung einer rheumatoiden Arthritis zu begünstigen und deren Schweregrad zu beeinflussen. Dies zeigt jetzt das Ergebnis einer aktuellen Studie.Patienten mit mäßig schwerer bis schwerer Paradontitis weisen ein etwa 2,6-fach höheres Risiko auf, an RA zu erkranken. Auch der Schweregrad des Krankheitsverlaufs wird mit diesem Risikofaktor in Verbindung gebracht. Die entsprechende Studie wurde kürzlich auch auf dem europäischen Rheumatologenkongress EULAR in Kopenhagen vorgestellt. Umgekehrt haben RA-Patienten häufiger Probleme mit den Zähnen: Viele haben bereits Zähne verloren, lockere Zähne oder starken Zahnbelag und Zahnstein. Vorbeugend gegen Paradontitis wirkt natürlich das regelmäßige Zähneputzen – eine elektrische Zahnbürste erleichtert die morgendliche Zahnpflege auch bei Morgensteifigkeit!
Auch bei Schmerzmitteln ist im Zusammenhang mit den Zähnen auf einen wichtigen Zusammenhang zu achten: Diese Medikamente lindern zwar die chronischen Schmerzen bei RA, unterdrücken aber gleichzeitig die Warnsignale, wenn auch an anderen Stellen im Körper etwas nicht stimmt. Wenn ein mögliches Zahnproblem also weder sicht- noch fühlbar ist, wird der regelmäßige Kontrollbesuch beim Zahnarzt umso wichtiger. Er sollte mindestens einmal im Jahr in Angriff genommen werden.
04.09.2009


