Schweinegrippeimpfung auch bei RA?
Wenn die Temperaturen sinken und die Heizungen wieder aufgedreht werden, nimmt die alljährliche Grippewelle an Fahrt auf. Neben der normalen saisonalen Influenza gibt es in diesem Herbst eine neue Form der Grippe, die seit April für Schlagzeilen sorgt - A/H1N1 oder im Volksmund: die Schweinegrippe.Das Bundesministerium für Gesundheit empfiehlt, neben Angehörigen des Gesundheitswesens vor allem auch chronisch Kranke und Schwangere bevorzugt zu impfen. Patienten mit rheumatoider Arthritis werden zwar nicht ausdrücklich erwähnt, sollten aber eine Impfung ebenfalls in Betracht ziehen - vor allem bei Einnahme immunsuppressiver Medikamente. In der Sendung "Visite" des NDR äußert sich dazu Dr. Stefan Schmiedel, Infektiologe am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf: "Eine Impfung macht besonders bei Leuten mit Immunschwäche und Einnahme von immunschwächenden Medikamenten Sinn. Solche Patienten haben ein besonderes Risiko, an schweren Verlaufsformen einer Grippe zu erkranken. Deshalb ist eine Impfung für solche Patienten auch dann sinnvoll, wenn mit einem geringeren Ansprechen der Impfung gerechnet werden muss." Eine ähnliche Meinung vertritt auch Dr. Hans-Eckhard Langer, Betreiber des Internetportals "rheuma-online", und schreibt: "Patienten mit rheumatischen oder immunologischen Systemerkrankungen gehören zur Risikogruppe und sollten gegen Schweinegrippe geimpft werden, sobald der Impfstoff verfügbar ist." Wann genau erste Impfungen in Deutschland durchgeführt werden, entscheidet sich in Kürze. Experten gehen von einer Verfügbarkeit des Impfstoffes ab Mitte Oktober aus. Die Kosten teilen sich Krankenkassen sowie Bund und/oder Länder. Für die Patienten fallen keine Kosten an, auch keine Praxisgebühr.
11.09.2009


