Früharthritis-Sprechstunden zur besseren Versorgung von RA-Patienten
06.11.2009 - Wird rheumatoide Arthritis frühzeitig behandelt, können Beschwerden wie die Morgensteifigkeit deutlich gemildert und der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden. Weil es in Deutschland zu wenige Rheumatologen gibt, warten viele Patienten mehrere Monate auf einen regulären Termin. Deshalb haben einige Facharztpraxen so genannte Früharthritis-Sprechstunden eingerichtet.
Zurzeit gibt es in Deutschland rund 850 internistische Rheumatologen, jährlich kommen ca. 50 neue Fachärzte dazu. So zeigt sich hier zwar ein positiver Trend, gegenwärtig gibt es aber nach wie vor Probleme bei der schnellen Überweisung zum Rheumatologen: Der Patient geht bei ersten Beschwerden in der Regel zunächst zum Hausarzt oder Orthopäden und erst nach rund drei bis vier Monaten bekommt er einen Termin zur Erstvorstellung beim Rheumatologen. Bis dahin sind allerdings bei vielen Patienten die Gelenke schon irreparabel geschädigt. Viele Rheumatologen bieten daher so genannte Früharthritis-Sprechstunden an: Zu bestimmten Sprechzeiten können Patienten, die einen Verdacht auf eine entzündlich rheumatische Erkrankung haben, diese vom Rheumatologen bestätigen lassen, bevor gegebenenfalls weitere Schritte eingeleitet werden.


