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Gute Verträglichkeit von Cortison

05.03.2010 - Cortisol ist ein Hormon, das der Körper in der Nebennierenrinde bildet, um den Stoffwechsel zu steuern und um Stresssituationen auszugleichen. Davon abgeleitet sind die sogenannten Corticoide, bewährte und gut verträgliche Wirkstoffe wie Prednison, die seit vielen Jahren in der Therapie der rheumatoiden Arthritis eingesetzt und oft vereinfachend als "Cortison" bezeichnet werden. Insbesondere bei niedriger Dosierung ist das Sicherheitsprofil dieser "Cortison"-Therapie sehr hoch, da dann beispielsweise eine Beeinflussung der Eigenproduktion dieses Hormons nur geringfügig vorhanden ist.

Cortison ist über lange Jahre erprobt. Bereits 1948 erfolgte das "Cortison-Wunder": Mrs. G. erhält in der Mayoklinik in den USA als weltweit erste Patientin mit rheumatoider Arthritis den Wirkstoff. Die zuvor bettlägerige Patientin kann sich nach bereits zwei Tagen bewegen, ist am dritten Tag schmerzfrei, nimmt sich nach einer Woche Behandlung ein Taxi in die Stadt und geht drei Stunden lang einkaufen. 1951 gab es für die Entdeckung des Wirkstoffs sogar den Nobelpreis für Medizin. Von der guten Wirksamkeit war man allerdings so begeistert, dass man das neue "Wundermittel" viel zu hoch dosiert über lange Zeit gegeben hat. Die Ernüchterung folgte schnell, als bald eine Reihe von Nebenwirkungen auftrat. Daher stehen einige Patienten dieser Therapie auch heute noch skeptisch gegenüber. Doch die Ängste sind in vielen Fällen unbegründet, denn man hat seitdem viel über den bestmöglichen Einsatz von Cortison gelernt. Starke Nebenwirkungen treten vor allem bei hohen Dosierungen auf.

Heute steht die Sicherheit der Patienten immer im Vordergrund. Die Therapie wird daher gewissenhaft und gezielt überwacht, ggf. werden Gegenmaßnahmen eingeleitet. Höhere Dosierungen werden nur kurzfristig bei aktiven Schüben zur raschen Entzündungshemmung eingesetzt und so schnell wie möglich wieder reduziert. Auch gehen die meisten unerwünschten Wirkungen nach Beendigung der Behandlung wieder zurück.
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